Idee: Bei konventionellen Alpencross Routen lag der Schwerpunkt der Etappenplanung in erster Linie auf der Fahrbarkeit der Route. Vor allem bei geführten Touren, bei denen fahrtechnisch und konditonell ein breites Spektrum mitfährt, bewegt man sich heute in seit Jahren ausgetreteten Bikespuren. Die landschaftlich großartigsten Highlights umfährt man dabei oftmals. Auf der Trail Transalp Tirol fährt man direkt an den großen Felswänden des Tribulaun und an den Spronser Seen vorbei. Das Panorama mit mehreren hundert Meter hohen senkrechten Felswänden, Gletscherseen und karger Hochgebirgslandschaft wechselt mit saftigen Almwiesen und knackigen Wurzeltrails. Tragestücke stellen bei der Trail Transalp Tirol keine unerwünschten Übel dar, sondern führen uns hinauf zu den schönsten Plätzen Tirols. Die Tour geht nahezu als gerade Linie von Seefeld nach Meran. Mit dem Seejöchl, Pinnisjoch, Sandesjöchl, der alternative Maurer Scharte und Spronser Joch sind gleich 5 Pässe in der Tour, die nicht nur ohne Transitetappen direkt hintereinander liegen, sondern sie sind auch unter Mountainbikern nahezu unbekannt. Abwärts geht es fast ausschließlich auf Singletrails der Schwierigkeitsgrade 2 und 3. Das heißt mit einer guten Fahrtechnik und etwas alpiner Erfahrung ist jeder der endlos erscheinenden Downhills wunderbar flowig. Keiner der Singletrail-Downhills ist kürzer als 1000 hm. Auch auf den Aufstiegen befindet man sich zumeist abseits der von Wanderern und Bikern ausgetretenen Routen. Das bringt nicht nur alpine Einsamkeit. Die Begegnungen mit Fußgängern sind umso herzlicher, je weiter draußen (oder oben) man sich befindet. Einzig auf der Etappe über die Schneebergscharte bis zur Lazinser Alm ist man in den Ferien oder an einem Sonntag von etwas Trubel umgeben. Mit dem Dorf Tirol bzw. Meran am Ende der Tour ist ein hervoragender Endpunkt gefunden. Nach einem sagenhaften Dowhill von über 2000 hm wird man geradezu herauskatapultiert von der einsamen Bergwelt ins mediterrane Nachtleben. Die Bahnlinie von Meran zum Brenner verkehrt regelmäßig und nimmt Fahrradfahrer problemlos mit. Das Flair der Stadt Meran lädt zum Ausklingen der Tour in ein Straßencafe bei Pasta, Pizza und Wein ein. Mit vier bis fünf Etappentagen ist die Tour durchaus an einem verlängerten Wochenende machbar. Weiterführen kann man sie natürlich nach belieben noch in zwei bis drei weiteren Tagen bis zum Gardasee. Andreas Albrecht und Markus Apperle tüftelten die Tour im Jahr 2008 aus und veröffentlichten daraufhin das Transalp Roadbook 5 mit der Trail Transalp Tirol. Die Strecke auf der DVD hält sich größtenteils an das Roadbook. Nur das Ende mit Spronser Joch und Dorf Tirol sowie die Variante über die Maurer Scharte ist neu. Route: Seefeld, Zirl, Kemater Alm, Seejöchl, Starkenburger Hütte, Pinnisjoch, Gschnitztal, Sandestal, Sandes Jöchl (Pflerscher Scharte), Pflerschtal, Ridnauntal, Schneebergscharte, Pfelders, Spronser Joch, Dorf Tirol. Zwischen dem Pflersch- und dem Ridnauntal gibt es die Möglichkeit über den Dolomieuweg und Ridnauer Höhenweg zu fahren oder direkt über die Maurer Scharte. Team: Produktion: AtelierBusche.MEDIA
Produzent: Sebastian Runschke Redaktion: Roland Schymik Kamera: Roland Schymik Schnitt: Roland Schymik Tourplanung: Markus Apperle, Andreas Albrecht Mountainbiker: Markus Apperle, Oliver Mühlmann, Martin Baumgartner Musik: Scallwags, Johannes Brandner, Sim Sin, The Nerves, Manuel Bartsch |